Archiv der Kategorie 'DTR Tour 09/2008'

DTR Tour 12. Tag

M T Dancefloor bittet uns vor dem Schlafengehen, ihn zu whacken, wenn wir zum Frühstück gehen. Wir versuchen es dann auch. Leider haben wir keinen Erfolg. All das Schreien, all das Klopfen, all das bleibt ungehört. M T schläft einfach weiter. Wir geben auf. In der Gaststube sitzen bereits die ersten alten Säcke beim Frühshoppen. Bier um neun Uhr, das geht völlig klar. Was nicht klar geht, ist die Sache mit dem Frühstück. Jeder bekommt ein Brötchen und ein Croissant. Wurst gibt es nicht. Käse dann doch. Tomaten gibt es nicht. Kaffee gibt es. O-Saft gibt es auch. Man kann bis zu dreimal nachordern? Gut, aber was? Wir verstehen kein Wort und sind völlig überfordert.

Nach dem Frühstück gehen wir schnell auf unser Zimmer, packen die Sachen und gehen wieder runter. Auf dem Weg nach unten, all the way down, versuchen wir erneut M T Dancefloor zu whacken. Ohne Erfolg. Als wir in die Gaststube kommen, sitzt der Herr am Tisch. Mysteriös. Wir wissen nicht, wie der Typ das immer anstellt.

Irgendwann geht es dann in Richtung Werkstatt. M T packt seine Sachen ein, Norman bereitet sich vor, den Herrn zum Bahnhof zu bringen. M T Dancefloor findet in seiner Tasche den Hotelschlüssel. Typisch. Wenn einer etwas vergisst, dann ist das wohl MT Dancefloor. Wie oft kann man diesen Namen eigentlich schreiben, ohne dass es nervt? Oder sollte ich das in Zukunft besser whack lassen?

Heute spielt Der Tante Renate in Tübingen. Und das auf einen Sonntag. Wir rechnen nicht mit vielen Leuten. Und sehr viele sind es dann auch nicht. Dafür ist alles drumherum super. Veranstalter mal wieder top, das Haus großartig (Epple Haus) großartig. Und die Leute, die gekommen sind, haben Bock auf Party.


Ich seh‘ den Sternenhimmel, Sternenhimmel, oh-oh! Norman vor einer wirklich beeindruckenden Kulisse. Die Bühnenbildner haben sich richtig Mühe gegeben und einen offenen Sternhaufen gebastelt.


Am Abend zuvor gab es hier eine Goa-Party. Zum Glück wurde die Deko rechtzeitig entfernt. Allerdings fällt mir jetzt wieder ein, dass ein Typ in Luzern seine MySpace Adresse auf meine Medikamentenpackung geschrieben hat und meinte, dass Renate und ich unbedingt sein Profil anschauen müssen, da er nämlich auch so Goa macht. Ich habe ihm sofort ins Gesicht getreten. Goa also. Für alle, die es bislang nicht wussten, hier nochmal zum mitschreiben: Der Tante Renate macht Goa.

Das gerade eine Tour hinter uns liegt, ist Norman und mir zum Glück nicht anzusehen. Das blühende Leben sieht genau so aus. So und nicht anders. Später gönnen wir uns noch ein oder zwei Pfeifen und gehen schlafen.

Für den 13. Tour Tag gibt es jetzt keinen eigenen Eintrag. Norman und ich fahren recht früh in Tübingen los. Die 480 km nach Essen fahre ich in einem durch. Gehalten wird nur, wenn der Sprit leer ist, oder man auf Toilette muss. Geredet wird wenig. Wir sind im und am Arsch.

Zum Schluss ist es ja immer wichtig, abschließende Worte zu finden. Ist ja auch logisch. Abschließende Worte am Anfang ergeben überhaupt keinen Sinn. Oder doch, als stilistisches Mittel, aber das hier ist ja nur ein Tourbericht. Bla bla bla. Super Tour. Macht Spaß mit dem Typen.

DTR Tour 11. Tag (5)

Da M T Dancefloor in Luzern noch ein wenig an seiner Biographie arbeiten wollte (kein Witz) kommt er erst gegen 20:45 Uhr in Chur an. So genau wissen wir das nicht. M T Dancefloor gehört zu den unorganisiertesten Personen überhaupt. Mit letzter Akkukraft bittet er darum, dass wir ihn am Bahnhof abholen. Machen wir dann auch. Sind überpünktlich. Warten bis 21:05 Uhr am Bahnhofskiosk. Doch M T Dancefloor erscheint nicht auf der Bildfläche. Später treffen wir ihn im Club an. Mysteriös.


Norman hat seine Tabletten (Wofür oder wogegen eigentlich?) im Hotel vergessen. M T Dancefloor und ich gehen zum Hotel und regeln das. Leider bekommen wir im Hotel auch den ersten großen Schreck. Hier herrscht absolutes Rauchverbot. Keine Zigaretten. Keine Zigarren. Nichtmal Pfeife. Ich bin den Tränen nahe.


M T Dancefloor experimentiert mit Normans Tabletten. Kurze Zeit später ist M T wie immer. Das macht mir Angst.

Bevor M T und ich zum Hotel sind, schien es so, als könne man die heutigen Gäste an einem Finger abzählen. Nein, so schlimm war das nicht, aber es wirkte auch nicht so, wie vom Veranstalter geschildert. Massenhaft Vorbestellungen, verrückte Kids, die ein Autogramm wollen, geile Party, super Konzert. Zwar standen draußen doch ein Paar Leute, aber ob die auch rein wollen?


Zurück in der Werkstatt bot sich uns ein völlig anderes Bild. Der Tante Renate spielt gerade sein zweites Lied, der Laden ist voll, die Leute rasten aus, mal wieder sind diese Leuchtstäbe am Start. Meinen Merchplatz muss ich nach kurzer Zeit aufgeben. Hier wird geravet und gesoffen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Vollkommen okay. Noch okayer ist, dass es in Chur verdammt viele hübsche Mädchen gibt. Aber was bringt einem das? Nichts. Nichtmal, wenn man hier hinziehen würde.


M T Dancefloor findet das Konzert scheisse.


M T Dancefloor findet das Konzert super.

Wer wissen will, wie M T Dancefloor das Konzert wirklich fand, der schaut am besten mal in den Saalschutz Blog. Leute, die an Zebrafolter und Artistengruppen interessiert sind, sollten dann auch die Kommentare lesen. Und war das jetzt das beste Konzert in der Schweiz, oder hätte es das beste Konzert werden können? Ich Blick da nicht mehr durch.


Dem guten M T bleiben jetzt gute 45 Minuten, um die Bude leerzurocken. Seine Plattenauswahl ist das schlimmste, was ich seit der großen Pest in Hamburg miterlebt habe. Den Leuten scheint es dennoch zu gefallen. Oder sie sind einfach nur zu besoffen oder zu träge um den Laden zu verlassen. Vielleicht macht er seinen Job auch ganz gut. Keine Ahnung. Ich lese lieber einen dummen Artikel über Emos. Die sind nämlich alle bisexuell. Also ALLE. Keine Ausnahme. Stand da zumindest drin.


Kurz vor Bettag sind die Leute noch nicht gewillt den Tanzflur zu räumen. M T Dancefloor spielt ein Paar Rausschmeißer, verprügelt jeden, der nicht sofort aufhören will zu tanzen und macht schnell die Anlage aus, bevor es zu einer Massenschlägerei kommt. Er gegen den Rest. Er meint zwar, dass er es mit allen hätte aufnehmen können, aber angeblich hat er keine Lust den anderen Schmerzen zuzufügen.

Den Rest des Abends verbringen wir vorerst in der Werkstatt. Irgendwann kommt M T Dancefloor dann auf die Idee, dass wir in die Tabaco Bar gehen müssen. Irgendjemand, den er kennt, ist angeblich da und schreibt per SMS, dass es dort scheisse ist. „In der Tabaco Bar soll es richtig scheisse sein, wir müssen da hin.“ Interessanter Ansatz und meiner Argumentation gar nicht mal so fern. Als wir dort dann endlich ankommen gibt uns der Türsteher 20 Minuten. Um drei Uhr ist auch hier alles dicht. Sehr schnell bemerken wir auch, dass es tatsächlich richtig scheisse ist. Um drei Uhr gehen wir schließlich ins Hotel. Zwar liegen Bar und Hotel mitten auf der Reeperbahn von Chur, aber ab null Uhr ist Schluss mit tanzen, ab drei Uhr ist Schluss feiern. Ab jetzt kann man nur noch pennen, oder bumsen (dabei aber nicht feiern und auf keinen Fall tanzen). Wir entscheiden uns für das Hotel. Wir sind ja nicht Aerosmith, Bon Jovi oder Earth Crises.

DTR Tour 11. Tag (4)

Wer hält eigentlich solche Google-Anfragen und gelangt damit auch noch auf dieses Blog hier?

pathos sieht verdammt gut aus
pathos tante aggressionen
der tante renate alkoholverbot

Morgen ist hier in der Schweiz Bettag, oder sowas in der Art. Ab 0:00 Uhr darf nur noch Backgroundmusik gespielt wird. Die Leute dürfen aber nicht tanzen. Muss niemand verstehen. Hillu würde jetzt wohl vermuten, dass die Kultur Bar Werkstatt in Chur keine cabaret licence hat. Aber schon erstaunlich, dass die Stadtverwaltung eine Veranstaltungsverlängerung auf 3:00 Uhr genehmigt, dann aber die Polizei beim Veranstalter anruft und mitteilt, dass niemand tanzen darf. Totel merkwürdig.

DTR Tour 11. Tag (3)


Soeben sind wir in Chur angekommen. Das Auto streikt. Fünf Minuten Motor aus und Licht angelassen. Schon geht nichts mehr. Dafür aber für Gelächter bei den Einheimischen gesorgt, als wir den Panzer zum Club geschoben haben. Jetzt muss er zurückgeschoben werden. Mal sehen, ob er uns noch ordentlich nach Tübingen bringt. Norman’s Huhn ist jetzt offiziell Wachhuhn.

DTR Tour 11. Tag (2)

Wer es am Abend zuvor mit dem Alkohol nicht übertrieben hat, oder zumindest die richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt genommen hat, übt sich nun im Kopfballtraining. Sinnlose Aggressionen im Schlafraum. Früher bedeutete sowas Krieg oder Ehe.


M T Dancefloor ist ja eher so der Detlef D! Soest unter den DJs und Schiedsrichtern. An seinem Urteil kommt keiner vorbei. Seine ehrlichen Worte und Gesten haben schon so manchen Traum in die ewigen Jagdgründe geschickt.