DTR Tour 12. Tag

M T Dancefloor bittet uns vor dem Schlafengehen, ihn zu whacken, wenn wir zum Frühstück gehen. Wir versuchen es dann auch. Leider haben wir keinen Erfolg. All das Schreien, all das Klopfen, all das bleibt ungehört. M T schläft einfach weiter. Wir geben auf. In der Gaststube sitzen bereits die ersten alten Säcke beim Frühshoppen. Bier um neun Uhr, das geht völlig klar. Was nicht klar geht, ist die Sache mit dem Frühstück. Jeder bekommt ein Brötchen und ein Croissant. Wurst gibt es nicht. Käse dann doch. Tomaten gibt es nicht. Kaffee gibt es. O-Saft gibt es auch. Man kann bis zu dreimal nachordern? Gut, aber was? Wir verstehen kein Wort und sind völlig überfordert.

Nach dem Frühstück gehen wir schnell auf unser Zimmer, packen die Sachen und gehen wieder runter. Auf dem Weg nach unten, all the way down, versuchen wir erneut M T Dancefloor zu whacken. Ohne Erfolg. Als wir in die Gaststube kommen, sitzt der Herr am Tisch. Mysteriös. Wir wissen nicht, wie der Typ das immer anstellt.

Irgendwann geht es dann in Richtung Werkstatt. M T packt seine Sachen ein, Norman bereitet sich vor, den Herrn zum Bahnhof zu bringen. M T Dancefloor findet in seiner Tasche den Hotelschlüssel. Typisch. Wenn einer etwas vergisst, dann ist das wohl MT Dancefloor. Wie oft kann man diesen Namen eigentlich schreiben, ohne dass es nervt? Oder sollte ich das in Zukunft besser whack lassen?

Heute spielt Der Tante Renate in Tübingen. Und das auf einen Sonntag. Wir rechnen nicht mit vielen Leuten. Und sehr viele sind es dann auch nicht. Dafür ist alles drumherum super. Veranstalter mal wieder top, das Haus großartig (Epple Haus) großartig. Und die Leute, die gekommen sind, haben Bock auf Party.


Ich seh‘ den Sternenhimmel, Sternenhimmel, oh-oh! Norman vor einer wirklich beeindruckenden Kulisse. Die Bühnenbildner haben sich richtig Mühe gegeben und einen offenen Sternhaufen gebastelt.


Am Abend zuvor gab es hier eine Goa-Party. Zum Glück wurde die Deko rechtzeitig entfernt. Allerdings fällt mir jetzt wieder ein, dass ein Typ in Luzern seine MySpace Adresse auf meine Medikamentenpackung geschrieben hat und meinte, dass Renate und ich unbedingt sein Profil anschauen müssen, da er nämlich auch so Goa macht. Ich habe ihm sofort ins Gesicht getreten. Goa also. Für alle, die es bislang nicht wussten, hier nochmal zum mitschreiben: Der Tante Renate macht Goa.

Das gerade eine Tour hinter uns liegt, ist Norman und mir zum Glück nicht anzusehen. Das blühende Leben sieht genau so aus. So und nicht anders. Später gönnen wir uns noch ein oder zwei Pfeifen und gehen schlafen.

Für den 13. Tour Tag gibt es jetzt keinen eigenen Eintrag. Norman und ich fahren recht früh in Tübingen los. Die 480 km nach Essen fahre ich in einem durch. Gehalten wird nur, wenn der Sprit leer ist, oder man auf Toilette muss. Geredet wird wenig. Wir sind im und am Arsch.

Zum Schluss ist es ja immer wichtig, abschließende Worte zu finden. Ist ja auch logisch. Abschließende Worte am Anfang ergeben überhaupt keinen Sinn. Oder doch, als stilistisches Mittel, aber das hier ist ja nur ein Tourbericht. Bla bla bla. Super Tour. Macht Spaß mit dem Typen.


6 Antworten auf „DTR Tour 12. Tag“


  1. 1 mtdf 25. September 2008 um 13:46 Uhr

    ja mensch, ich hab doch grad so schön geträumt. vom whacken openair.
    und ich bin nicht unorganisiert, ich weiss genau, dass ich immer alles vergesse. es sind nun mal nicht alle so aufgewhackte kerlchen wie du.

  2. 2 Administrator 25. September 2008 um 13:57 Uhr

    du bist doch nur traurig, weil norman und ich jetzt whack sind. kannst du ruhig zugeben. und hätten wir dich in chur mal aufgewhackt bekommen, dann hättest du uns das mit dem frühstück erklären können.

  3. 3 mtdf 25. September 2008 um 15:28 Uhr

    manche sachen, die kann man nicht erklären, die kann man nur erfühlen. das hab ich auf meinem schmerzvollen lebenswhack, der in mein mühseliges dasein mündet gelernt.

  4. 4 schildkröte 25. September 2008 um 16:35 Uhr

    sachma gibts denn irgendwo mitschnitte von den sets des m t?

  5. 5 Administrator 25. September 2008 um 17:00 Uhr

    ich habe keine. du musst ihn mal fragen, was er so auflegt. für mich ist das manchmal erstaunlich, dass die sache funktioniert. aber norman und ich standen besonders bei den rausschmeißern in der ecke und haben laucht gelacht. vor vergnügen wohlgemerkt.

  6. 6 mtdf 25. September 2008 um 17:39 Uhr

    @schildkröte.

    danke fürs interesse.
    es gibt nur zwei online mixes bis jetzt. es sind aber keine livemixe. und nicht mal so räpresentativ für meinen stil. aber ich arbeite noch an der auswahl für einen rap-to-rave mix, der etwas näher an dem ist, was ich üblicherweise mache.

    hier: www.myspace.com/mtdf
    im blog

    der erste ist ca. so wie der administrator sagt. für den zweiten hab ich sehr viel lob gekriegt und das angebot von einem neuen club, resident dj zu werden (kein scheiss), was mich natürlich freute. ich hab aber abgelehnt, weil ich an dem eröffnungstag lieber in luzern dem zebrakante live beim pfeiferauchen zusehen wollte.

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