DTR Tour 10. Tag (3)


M T Dancefloor bringt deutlich zum Ausdruck, wie er Der Tante Renate findet. Dass er wenig später tanzend auf dem dazugehörigen Flur zu sehen ist, verwundert den ein oder anderen ironie- und humorbefreiten Konzertbesucher. Wie kann man nur den Daumen nach unten strecken und sich im nächsten Moment zu der Musik bewegen? Wie soll die Bevölkerung damit umgehen? Verwirrung am Freitagabend.


Beim Slayer Cover stürmen zwei (wahre) Metalheads die Bühne. True till death und so. Findet Norman auch, weshalb er direkt den ersten hinterrücks erschießt.


Für dieses Photo werde ich sicherlich irgendeinen Preis bekommen. Menschen im Moment ihres Todes zu photographieren ist immer wieder eine Herausforderung. Viel zu oft lassen sie sich Zeit. Viel zu oft überraschen sie einen so sehr damit, dass man es zeitlich nichtmal schafft, den Auslöser zu drücken. Mir gelingt diesmal alles.


Ordnungs- und vorschriftsgemäß werden die Toten abtransportiert.


Zur Besänftigung des Publikums wird das Huhn auf die Bühne gebracht. Es verfehlt seine Wirkung nicht. Die Konzertbesucher tanzen ausgelassen, die Toten sind schnell vergessen und man ist sogar bereit, den ein oder anderen Franken für eine CD auszugeben.


M T Dancefloor findet die Platte von Der Tante Renate so gut, dass er sich lieber köpfen würde, als diese nicht zu besitzen. Leider wird die Geste mal wieder missverstanden. Die ersten Leuten überdenken ihre Kaufentscheidungen. Bevor Reklamationen kommen, baue ich lieber alles ab.


Hinter seinem DJ Pult ist er der Boss. Der Bart macht ihn megaautoritär. Kritisch beobachtet er die tanzenden. Natürlich weiß er längst, was er auflegt, damit Stimmung auf dem Siedepunkt bleibt. Es ist Zeit für Mandy. Alle anderen Musikwünsche werden strikt abgelehnt und mit Hausverbot geahndet. Aus Rache kotzt ihm später jemand auf den DJ Koffer. Auch ein Statement.